20260606_084335Wolfsburg – Das diesjährige Jahrestreffen der Ostpreußen am 6. Juni 2026 im CongressPark Wolfsburg zeigte eindrucksvoll, wie lebendig das kulturelle Erbe der Ostpreußen geblieben ist. Schon am Morgen strömten Hunderte Besucher in die Stadt, viele mit sichtbarer Verbundenheit zu ihren Herkunftsregionen. Die Veranstaltung bot ein vielfältiges Programm, das Tradition, Erinnerung und Gegenwartsbezug miteinander verband.

Als Vertreter der Landsmannschaft Ostpreußen – Niedersachsen waren der Vorsitzende Helmut E. Papke sowie Christian Perbandt angereist. Es wurden Kontakte gepflegt und Herr Perbandt beteiligte sich beim Fahneneinmarsch persönlich als Fahnenträger.

Gedenken am Klieversberg

Der Tag begann mit einer Kranzniederlegung am Gedenkstein auf dem Klieversberg. Vertreter der Landsmannschaft, der Stadt Wolfsburg und zahlreiche Besucher gedachten der Opfer von Krieg, Flucht und Vertreibung. Die würdige Zeremonie setzte einen stillen, aber kraftvollen Auftakt.

Musikalischer Auftakt und Fahneneinmarsch

IMG_1972Mit der Öffnung der Halle füllte sich das Foyer rasch. Stände der Kreisgemeinschaften präsentierten Heimatkarten, Chroniken, Literatur und regionale Besonderheiten. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, alte Kontakte zu erneuern oder neue zu knüpfen.

Das Orchester der Stadtwerke Wolfsburg eröffnete das musikalische Vorprogramm im Großen Saal. Der anschließende Fahneneinmarsch, begleitet von kräftigen Marschmusikklängen, wurde mit langem Applaus begrüßt. Die Banner der ostpreußischen Städte und Kreise verliehen dem Saal eine feierliche Atmosphäre.

Klare Worte der Verbandsvertreter

20260606_104303Bei der Festveranstaltung sprachen sowohl Stephan Mayer, der Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BDV) als auch der Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, Stephan Grigat. Beide Redner betonten:

– die bleibende Bedeutung ostpreußischer Kultur

– die Verantwortung, historische Wahrheit zu bewahren

– die Notwendigkeit eines friedlichen, europäischen Miteinanders

Stephan Grigat mahnte mit Kämpferischen Worten die Bundesregierung zu mehr Verlässlichkeit. Es ginge nicht, Wahlversprechen abzugeben und kurze Zeit später nicht mehr dazu zu stehen.

20260606_120231Ihre Worte fanden breite Zustimmung im Saal und wurden mehrfach mit Applaus bedacht.

Begegnungen in der Mittagspause

Während der Mittagspause im Spiegelsaal herrschte reger Austausch. Besucher erzählten von Familiengeschichten, Heimatorten und früheren Treffen. Die Stimmung war gelöst, herzlich und geprägt von einer spürbaren Einmütigkeit.

Kulturprogramm mit Tradition und Gegenwart

Am Nachmittag folgte ein abwechslungsreiches Kulturprogramm: Chöre sangen ostpreußische Volkslieder, Tanzgruppen traten in traditionellen Trachten auf, und Lesungen erinnerten an die literarische Vielfalt der Region.

Ein Tag der Verbundenheit

Das Ostpreußentreffen 2026 zeigte eindrucksvoll, dass die ostpreußische Identität weit über die Generationen hinweg lebendig bleibt. Die Mischung aus Tradition, Kultur und persönlicher Begegnung machte die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis.

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